Lange hatten wir uns darauf gefreut, und dann war es endlich soweit: Der Harz ruft und 17 Alster-Roller & Friends folgten dem Ruf der Kurven und Berge!
Im Vorfeld entschlossen wir uns, mit Trauerflor zu fahren, in Gedenken an Rüdiger, der gerne mit dabei gewesen wäre.
Unser Start in Braake war dann auch gleich einmal ein Beispiel, wie es nicht sein sollte. Denn Infos sind dazu da, sie zu lesen.
Und so standen dann zwei Fahrer nicht am Treffpunkt, sondern ganz woanders. Wir entschlossen uns, diese beiden Fahrer einzusammeln. Auf dem Weg dahin kam es noch zu ein paar Verwirrungen und dann ging unsere Reise los.

Manuel führte unsere Truppe mit insgesamt 13 Motorrollern routiniert an und brachte uns sicher an unser Ziel in Braunlage.
Auf einer unserer Pausen entdeckten wir durch Zufall die über 700 Jahre alte St.-Sylvestri-Kirche in Wasserleben. Dort standen mehrere Gedenksteine der örtlichen Adelsfamilien.











Nicht nur der Weg nach Braunlage wurde immer bergiger, auch der Parkplatz für die Pension hatte es in sich.
Über die Pension Kilian können wir nun gar nicht meckern. Die Wirtsleute hatten gerade einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten, trotzdem bekamen wir einen tollen Service und eine wirklich gute Küche. Die Zimmer waren einfach, funktionell, mit WLAN und sauber. Es gab die Möglichkeit, sich draußen zu treffen und zu sitzen oder aber auch nach drinnen auszuweichen.










Am ersten Abend sind wir in kleiner Gruppe noch eben zum Torfhaus gefahren und waren wieder einmal die Einzigen. Rollerfahrer sowieso.



Da sich in der Pension Kilian für Mittwoch ein weiterer, uns Alster-Roller unbekannter Rollerfahrer eingemietet hatte, kam unser Gespräch auf die Nachteile von Social Media, Stalkern und anderen aufdringlichen Fans zu sprechen.
Dienstag starteten wir mit 15 Motorrollern. Siegi und Michael waren bereits vorher angereist und hatten es sich auf dem Campingplatz gemütlich gemacht. Außerdem waren Edda & Holger mit dem Auto unterwegs und hielten uns die Tage mehrmals den Rücken frei. Im wahrsten Sinne des Wortes.







Da die geplante Tour im Navi nicht wirklich funktionierte, disponierten wir um. Unsere Ziele für heute hießen: Rappbodetalsperre, Pullman City und Romkerhaller Wasserfall. Dort gibt es auch noch gleich das kleinste Königreich zu besichtigen. Zum Schluss auf ein Eis nach Braunlage und ab in die Pension.



















Für alle Touren galt: Wir fahren auch bei ungestümem Wetter. Sollte eine Regenfront auftauchen, fahren wir da durch bis zum anderen Ende. Und es hat sich gezeigt, dass unsere Taktik aufging. Wir hatten mehr gutes als schlechtes Wetter. Das kann man auch gut auf den ganzen Fotos sehen.
Am Mittwoch entschieden wir uns für den legendären Hübichen Stein, die Iberger Tropfsteinhöhle und Hahnenklee. Dort lockten die Stabkirche, die Sommerrodelbahn sowie Eis & Kuchen vor Ort. Doch vorher kamen wir noch in Clausthal-Zellerfeld an der Marktkirche zum Heiligen Geist vorbei. Außerdem entpuppte sich Ingrid als Kurven-Queen! Es war eine Freude zu sehen, wie Ingrid die Kurven nahm! Am Abend saßen wir noch alle zusammen und genehmigten uns ein paar Schierker Feuerstein.










Der fremde Rollerfahrer bekam vom Admin Uwe noch eine klare Ansage, dass wir eine geschlossene Gruppe sind. Und wir keine Einladung ausgesprochen hatten!
Der Donnerstag sollte noch einmal etwas Besonderes werden.
Wir planten das Ganze als Tagestour und das Ziel war der Kyffhäuser. Und natürlich die sehr leckere Thüringer Bratwurst am Bikertreff davor.
Aber auch hier wieder, durch einen Zufall, ein besonderer Pausenplatz: das Josephskreuz aus Stahl von 1896.
Wir alle genossen die schöne Landschaft, die tolle Tour und zum Abschluss noch das sehr leckere Eis auf dem Rückweg.







Am Kyffhäuser hat Manuel sich den Titel Kurven-King verdient. Und hat gezeigt, was ein guter Pilot mit einem 125er alles leisten kann. Wir anderen hatten jedenfalls Mühe, in den 36 Kurven rund um den Kyffhäuser dranzubleiben. Zum Abschluss noch ein paar Bikergespräche beim Schierker Feuerstein. Nun aber nicht mehr auf der Terrasse. Es wurde zunehmend frischer in Braunlage.
Der Freitag war als Schontag geplant. Wir wollten für die Abreise am Samstag fit sein!
Daher planten wir nur, die historische Harzbahn am Bahnhof von Drei Annen Hohne zu besichtigen. Danach ging es auf zum Schloss Wernigerode. Und klar, kein Rückweg ohne Eis oder Kuchen, zum Baumkuchenhaus.
Abends noch kurz Revue passieren lassen und ab ins Bett.













Der Samstag war wettertechnisch echt durchwachsen. Es blieb bei starken Seitenwinden aber mehr trocken als nass.
An der Obstscheune in Tätendorf trennten sich unsere Wege und wir fuhren in mehreren kleinen Gruppen nach Hause.
Wir haben alle eine super Zeit miteinander verbracht. Und haben auch festgestellt: Der Harz ist wunderbar und schön trotz Borkenkäfer und sehr herausfordernd, was das Fahren anbetrifft. Das forderte wirklich jeden von uns.
Aber wie heißt es so schön: Nach der Tour ist vor der Tour. Im August geht es an die Prignitz.
Viele hundert Fotos habe ich gesichtet, ich konnte nur eine Auswahl nehmen. Hier noch ein paar Fotos, die ich nirgends unterbringen konnte, die aber in diesem Bericht ihren Platz haben.
















Ein wunderbarer Bericht wirklich ganz toll